Walzeneinstellungen

26 Juli, 2025 - Lesezeit: 3 Minuten

Gute Walzeneinstellungen sind für den guten Druck unverzichtbar!

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Gute Walzen sind für einen guten Druck mindestens so wichtig wie eine gute Form und eine gute Zurichtung. Bis auf den Farbheber, das ist die Walze die Farbe vom Duktor an das Farbwerk überträgt, sind alle Gummibezogenen Walzen schnell und einfach einstellbar. Die richtige Einstellung ist für die Verreibung und die Übertragung der Farbe extrem wichtig.

Zuerst jedoch gehe ich auf den Zustand der Walzen ein. Die mit Gummi bezogenen Walzen werden durch die Verreibung und die Alterung immer schlechter. Durch die Verreibung wird die Oberfläche glatt und bring wenig/keine gute Leistung bei der Verreibung - schlecht, weil die Farbe auch eine gewisse Temperatur haben muss. Die Alterung ist leider oft der Grund weshalb eine Walze nicht mehr benutzt werden sollte. Mit der Zeit verschwinden die, für das Gummi wichtigen, Weichmacher und die Härte des Gummis verändert sich. Diese sind halt nicht mehr so elastisch. Dies fällt oft bei der Verwendung von Plunger-Nummerierwerken auf da der "hart gewordene" Gummi an diesen Stellen besonders beansprucht wird.

Als Beispiel hier einmal ein Bild von einer guten und einer schlechten Auftragswalze. An der oberen kann man viele kleinste Stellen sehen an der das Gummi "ausgebrochen" ist. Mit einer solchen Walze kann Farbe nicht mehr richtig übertragen werden. Eine solche Walze kann zu vielen Problemen führen, doch dazu mehr, wenn ich über (Aus-)Druckprobleme schreibe. Dies gilt für alle Walzen!

Die Verreiberwalzen

Diese haben die wichtige Aufgabe den Farbfilm auf den Walzen möglichst gleichmäßig zu verreiben und zu erwärmen. Beide Punkte sind für den Druck von besonderer Bedeutung. Besonders die Temperatur der Farbe ist von großer Bedeutung. Sind die Walzen richtig eingestellt so sollte man den Tiegel, ohne zu drucken aber mit Farbe, 10 bis 15 Minuten warmlaufen lassen. Dies verbessert das spätere Ergebnis erheblich.

Die Verreiberwalzen können einfach, ohne Werkzeuge, eingestellt werden. Sie müssen nur die daneben liegende Walze (auf beiden Seiten gleich stark) leicht berühren. Hier nicht vergessen die Kontermutter fest (handfest!) anzuziehen um eine Verstellung während des Drucks zu verhindern. Hier an einem GT gezeigt, am OHT ist dies aber prinzipiell das gleiche.

Die Auftragswalzen

Diese werden über die Einstellung der Laufschienen eingestellt. Als Erstes muss überprüft werden, ob das Gummi noch in einem guten Zustand ist und danach ob der Durchmesser von den Laufrollen und der Auftragswalze möglichst gleich ist. Dies ist für die einwandfreie Abwicklung auf der Form wichtig. Ist hier der Unterschied zu groß wird der Druck unsauber und die Punzen werden zugeschmiert.
Zum Einstellen dienen diese beiden Hebel. Für jede Laufschiene sind 2 Einstellhebel vorhanden.

Zum Einstellen des Abstandes zum Formenfundament wird, nach dem Einfärben der Walzen, eine Walze direkt über dem Einstellhebel positioniert. Dann kann man mit einer, mindestens 4 Cicero breiten, Linie oder der Heidelberger Abstandslehre den Abstand prüfen. Dazu wird die Walze leicht angehoben und die Lehre darunter positioniert. Dann einmal die Walze aufsetzen lassen und wieder anheben. Nach dem heraus nehmen der Lehre kann man den Farbstreifen auf der Lehre messen. Dieser sollte ca. 3mm breit sein. Natürlich auf beiden Seiten! Im gleichen Sinne wird der Abstand unten eingestellt. Im neuen Zustand haben die Walzen einen Durchmesser von 51mm.

Besonderheit beim GT

Der GT hat, im Gegensatz zum OHT, eine Laufschiene und eine Friktionsschiene je Seite. Dort muss vor dem Einstellen der Laufschiene die Friktionsschiene gelöst und zurückgeschoben werden. Erst dann können die Laufschienen eingestellt werden. Danach wird ein 0,1 mm bis 0,15 mm dickes Papier zwischen Laufschiene und Laufrolle eingeschoben und die Friktionsschiene wird leicht an die Laufrolle angedrückt. Dann einfach festschrauben, Papier entfernen, fertig.

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Walzen , Gummi